Das entspricht aber offenbar nicht der Natur des Menschen.
Ich kenne es aus vielen verschiedenen Bereichen im Leben, dass viel leichter gemotzt und gemeckert wird, als dass mal positive Reaktionen geäussert werden.
Über's Essen wird häufiger gemeckert als dass es gelobt wird.
War Deine Arbeit gut, wird das kommentarlos als Selbstverständlichkeit hingenommen. Ist diese irgendwo angreifbar, wird das sofort ausdrücklich betont.
Hast Du Deine Mitfahrer heil nachhause gebracht: 'Tschüss'. Aber einmal einen kleinen Fahrfehler, dann geht das Gemecker los...
Hast Du beim Essen gekleckert, dann bekommst Du Häme statt Mitleid für den ärgerlichen Fleck auf dem Hemd.
Das sollen nur Beipiele sein, die noch beliebig fortzuführen wären. Und ja, es gibt auch Ausnahmen!
Und gerade in Gruppen wird das dann noch etwas intensiver. Sich mit anderen aus der Gruppe gegenseitig hochzuschaukeln ist halt leicht.
Dann ist der männliche Stringträger logischerweise der, über den dann gelästert wird.
'Wie läuft der den rum?', 'Ist der schwul?' oder 'Bäähh!'
Auf die Idee, dem Stringträger anzuerkennen, dass er 'mutiger' als andere ist, selbstbewusst zu seinem Faible steht, kommt da eben niemand so leicht.
Plitzer