Beulenangst, oder: die Angst, dass "jeder alles sehen kann"

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TimeToLive
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Re: Beulenangst, oder: die Angst, dass "jeder alles sehen kann"

Beitrag von TimeToLive »

trm_string hat geschrieben: Mi 13. Jun 2018, 19:44 Du hast wahrscheinlich das Glück gehabt, dass deine Mutti dich als Kind nicht in einen Sack, sondern in einen altmodischen Badeslip gesteckt hat, Das macht es viel leichter. Genau so wie Kinder, die schon mit ihren Eltern FKK gemacht haben, als Erwaschsene viel weniger verkrampft mit Nacktheit umgehen können.
Tatsächlich waren Badeslips für mich als Kind absoluter Standard. Damals in den 80ern waren sie aber (vermutlich) für alle "normal", jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich damals besonders viele Shorts gesehen habe. Dies war erst Anfang/Mitte der 90er der Fall. Und so war es - nach Jahren in Badeslips - auch ein wenig die "Neugierde", die mir meinen Ausflug in die "Shorts-Welt" beschert hat. - Die selbe Neugierde, die mich anschließend zunächst zu Badepants und dann zu Badestrings geführt hat.

In der Kindheit mögen da schon gewisse "Weichen" gestellt werden. Allerdings war in meiner Familie "FKK" nie auch nur ansatzweise ein Thema, selbst geredet haben wir nie darüber. Dennoch - oder evt. gerade deshalb - bin ich drauf aufmerksam geworden und betreibe es heute bei Gelegenheit sehr gerne. Von daher denke ich, dass sich bei manch Männern das "Tabu enge Bademode" auch ins Gegenteil kehren kann.
LG
Thomas
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Wolpertinger
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Re: Beulenangst, oder: die Angst, dass "jeder alles sehen kann"

Beitrag von Wolpertinger »

Ich bin Jahrgang 64 und hab somit beim Schulsschwimmen und auch sonst früher, wie auch beim Wehrdienst immer die normalen Slip-Badehosen getragen. Da sieht man natürlich ne Beule, ist ja ganz normal, bei den Frauen sieht man ja auch zwei Beulen.... habt ihr mal ne Frau gesehen, die sich wegen ihrer Brüste geschämt hat, oder sie gar beim Baden versteckt hat, nein, also was solls.
Zudem hab ich mit meinen Eltern früher immer FKK gemacht, das war ganz normal, kann mich nur ganz vage erinnern, dass mir das in der Pubertät kurzzeitig manchmal peinlich war, wenn man plötzlich ne Erektion bekommt.

Die Jungs werden heute eben schon mit dieser Angst, was sehen zu können großgezogen und haben somit Komplexe und der Gruppendruck macht den Rest.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das je rückgängig zu machen ist. "Denn wenns Hans nicht lernt, lernt es Hänschen nimmer mehr."
Die Verklemmtheitsschraube dreht sich immer mehr zu, Erst recht mit zunehmender Islamisierung.

Gruß Wolpertinger
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Gthonger
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Re: Beulenangst, oder: die Angst, dass "jeder alles sehen kann"

Beitrag von Gthonger »

TimeToLive hat geschrieben: Mi 13. Jun 2018, 22:12
trm_string hat geschrieben: Mi 13. Jun 2018, 19:44 Du hast wahrscheinlich das Glück gehabt, dass deine Mutti dich als Kind nicht in einen Sack, sondern in einen altmodischen Badeslip gesteckt hat, Das macht es viel leichter. Genau so wie Kinder, die schon mit ihren Eltern FKK gemacht haben, als Erwaschsene viel weniger verkrampft mit Nacktheit umgehen können.



Tatsächlich waren Badeslips für mich als Kind absoluter Standard. Damals in den 80ern waren sie aber (vermutlich) für alle "normal", jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich damals besonders viele Shorts gesehen habe. Dies war erst Anfang/Mitte der 90er der Fall. Und so war es - nach Jahren in Badeslips - auch ein wenig die "Neugierde", die mir meinen Ausflug in die "Shorts-Welt" beschert hat. - Die selbe Neugierde, die mich anschließend zunächst zu Badepants und dann zu Badestrings geführt hat.

In der Kindheit mögen da schon gewisse "Weichen" gestellt werden. Allerdings war in meiner Familie "FKK" nie auch nur ansatzweise ein Thema, selbst geredet haben wir nie darüber. Dennoch - oder evt. gerade deshalb - bin ich drauf aufmerksam geworden und betreibe es heute bei Gelegenheit sehr gerne. Von daher denke ich, dass sich bei manch Männern das "Tabu enge Bademode" auch ins Gegenteil kehren kann.


Meine Erinnerungen ans Schwimmen lernen und die ersten Sommer am See mit der Familie in den 1970iger Jahren, waren fast ausschließlich am FKK Bereich eines Badesees. Als Kind denkt man nicht drüber nach, wenn alle "gleich" herumlaufen. Auch beim Spielen an dem See oder dem umliegenden Wald mit den anderen Kindern, beim Fussballspiel oder Volleyball war ich immer nackt. Das habe ich auf vielen alten Kinderbildern gesehen. Von daher gehe ich seit Kindenbeinen mit dem Nacktsein sehr entspannt um. Auch heute empfinde ich FKK noch als etwas Besonderes. Es ist ein Gefühl von frei sein.

Vielleicht war das auch mit der Grund, warum ich mich als Alternative zum nacktsein sehr früh für Strings entschieden habe. Für mich war es seit Kindesbeinen normal nichts anzuhaben und ich wusste wie Frauen und Männer nackt aussehen. Daher vielleicht die Entscheidung für den String und damit nur sehr wenig zu tragen. Anfangs, mit 15 oder 16, war klar die "Angst" vor der Beule/der Ereketion im String da, aber das ist recht schnell vergangen. Provozieren wollte ich ja nicht. In den 1980 iger Jahren waren die Menschen auch aufgeschlossener und knappe Slips oder Strings hat man im Urlaub mehr, in heimischen Bädern eher weniger gesehen. Was genau dazu geführt hat, dass ab den 1990iger Jahren die langen, weiten Shorts ihren "Siegenszug" bei männlichen Jugendlichen und und bei Erwachsenen angetreten hat, weiß ich bis heute (waren es die "prüden" Amis?) nicht. Die Geschlechtsmerkmale beim Mann wurden mit immer mehr Stoff versteckt, damit man auch ja nichts sieht/erkennen kann. Und seit rd. 30 Jahren hat sich daran kaum was geändert. Teilweise haben Kastenbadehosen wieder Renaissance, aber vorne immer mit viel Stoff. Und immer wieder sehe ich gerade bei Jugendlichen unter der Short dann noch eine Unterhose (öfters mit deutlich sichtbarem Label... :lol: ).

Für mich kann diese "Beulenangst" bei Jungs eigentlich nur in der Erziehung, dem "Gruppenzwang" (es tragen ja "alle" so weite Hosen) oder den Medien liegen, ja nicht zu zeigen, was sie in der Hose haben. Andererseits tragen die Mädchen bereits mit 14 oder 15 locker ihre Strings. Laufe ich an Geschäften in Stuttgart vorbei, werden Strings für Frauen im Schaufenster ausgestellt und für Männer entweder (weite) Boxershorts oder max. Pants. Gleiches gilt im Internet. Die Frau dürfen/sollen knapp tragen und bei Männern wird "alles" diskret verpackt. Dazu passt auch vor Jahren mein Erlebnis (viewtopic.php?p=40868#p40868), als die Frau überrascht war mich als Mann im String zu sehen und erst dachte, ich trage Frauenwäsche :lol: . Für Frauen sind Strings einfach normal, egal ob als Unterwäsche oder als Bademode.

Ob sich diese Beulenangst bei Jungs/Männern irgendwann wieder legt, bezweifel ich doch sehr.
Das könnte auch der Grund sein, warum Männer eine Aversion gegen knappe Slips und Strings haben. Man könnte ja was sehen.
Und mir ist das in der Regel völlig egal, denn ich weiß seit Kindesbeinen und dem FKK, wie Männlein und Weiblein ohne Kleidung aussehen :P
Das interessiert mich einfach nicht!
Zuletzt geändert von Gthonger am So 17. Mai 2026, 07:35, insgesamt 6-mal geändert.
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Steve2004
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Re: Beulenangst, oder: die Angst, dass "jeder alles sehen kann"

Beitrag von Steve2004 »

Manche sagen, sie hätten Angst, im Badestring eine Erektion zu bekommen… tragen aber gleichzeitig einen Cockring, damit alles gut „ausgefüllt“ ist und an Ort und Stelle bleibt. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, diese Logik nachzuvollziehen.

Was den Cockring angeht, mache ich es genauso: Ich trage fast immer einen dünnen Gummi-Cockring unter meinem Badestring. Ja, das kann eine Erektion durchaus begünstigen… aber ich stehe dazu. Für mich ist das nichts, was Panik auslöst.

Was Thermen oder Hallenbäder betrifft, kann ich verstehen, dass das für manche eine Hemmschwelle ist. Die Atmosphäre ist anders, vielleicht geschlossener, man fühlt sich eher beobachtet. Aber ich tue nicht so, als hätte ich da viel Erfahrung – das ist nicht wirklich mein Umfeld, ich war vielleicht drei Mal in meinem Leben in einem Hallenbad.

Am Strand dagegen, besonders im Urlaub, sehe ich das ganz anders. Eine Erektion ist kein Drama, sondern einfach eine natürliche Reaktion des Körpers – auch ganz ohne konkreten Auslöser.

Meiner Erfahrung nach ist es auch nie eine „starke“ Erektion, sondern eher etwas Leichtes und Vorübergehendes. Es braucht keinen offensichtlichen Reiz wie einen attraktiven Mann oder eine attraktive Frau im String – schon die Atmosphäre, die Wärme, das gute Körpergefühl und ein gewisses „sich sexy fühlen“ können ausreichen. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich nach einem kurzen Nickerchen am Strand oder am Hotelpool mit einer kleinen Überraschung im String aufgewacht bin.

Der Schlüssel ist ganz klar: nicht in Panik geraten. Je mehr man sich darauf fixiert, desto länger bleibt es. Wenn man entspannt bleibt, verschwindet es meist schnell von selbst.
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