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Mike hat geschrieben: ↑Di 19. Aug 2025, 00:59Weiß unter superdünner weißer Hose ist aber schon bewusst provoviert
da gäbe es deutlich unauffälligere Farben (haut, rot, hellgrau…)
Als ich diese Hosen vor einigen Jahren gekauft habe, wusste ich das nicht. Ich hatte absichtlich die farbigen und schwarzen an die Seite gelegt und weiß genommen weil ich dachte, das sei am wenigsten auffällig. Bis ich mal ein Foto gesehen habe, auf dem ich nur von hinten abgebildet war. Aber gesagt hat niemand was.
Aber da war die Katze ja schon aus dem Sack. Also warte ich mal ab, wie das mit dem Schwiegersohn in spe so wird....
Ich gehe an den richtig heißen Tagen wie zurzeit auch so ins Büro.
also als ich noch Student war und meine Mutter darauf bestanden hat (!), mir weiterhin die Wäsche zu waschen, was ich natürlich nur teilweise angenommen habe, denn insbesondere die Wäschestrings wollte ich damals dann doch vor ihr verbergen, was ich heute nicht mehr so tun würde, ist mir dann doch ein schwarzer Schiesser-Wäschestring in den Wäschesack geraten, der an sie ging. Gewaschen hat der dann auf dem Paket, das ich abgeholt habe, demonstrativ ganz oben gelegen - aber gesagt hat sie nie etwas dazu.
Meinen allerersten String habe ich ja wie woanders berichtet selbst aus einer knallroten Adidas-Badehose selbst genäht und dann als Jugendlicher noch in meinem Elternhaus auf dem Balkon zum Sonnen getragen - auch wenn Sonnen wegen dem beschworenen Krebsrisiko bei mir in der Familie absolut verpönt war. Da habe ich mich als Jugendlicher aber dann doch nicht darum geschert, und das eben noch durch String-Tragen maximiert. Meine Eltern haben mich allerdings so nie gesehen.
Meine Eltern sind inzwischen verstorben, leider. Aber ich denke eins: Sie hätten immer gewollt, dass es mir gut geht und ich glücklich bin oder werde. Und selbst, wenn es nicht ihr Ding gewesen ist, Strings als Unterwäsche oder Bademode zu tragen, und sie sicherlich erst einmal irritiert gewesen wären, hätte es für sie immer überwogen, wie ich mich wohl und glücklich fühle.
Ein anderer Aspekt, der mir hier in der Diskussion aufgefallen ist, ist allerdings noch ein anderer: Wie ist es denn um die Ablösung von den Eltern bestellt, wenn man sich in ihrer Gegenwart dann doch nicht traut, die eigentlich bevorzugte Bademode zu tragen? Was genau hält jemanden genau davon ab, was genau lässt das String-Tragen jemanden seltsam fühlen in Gegenwart der Eltern? Insbesondere dann, wenn man wirtschaftlich inzwischen unabhängig geworden ist von elterlichem Sponsoring, auch wenn selbst das unabhängig davon sein sollte.
Was meine derzeitige familiäre Lebenssituation betrifft, kennen mich meine Kinder nur mit Strings und Jocks als Unterwäsche, meine Frau sowieso nur und ausschließlich, und als ich ihr Anfang letzten Jahres eröffnet habe, dass ich auch nur noch Badestrings zum Schwimmen und Baden tragen will, war sie dankbar um die Vorwarnung, aber hat mich darin unterstützt und fand das selbst sehr geil für sich (auch wenn sie leider zum Schwimmen und Baden keine Strings bisher tragen will bisher, was ich sehr schade finde, aber akzeptiere als ihre Präferenz). Und entsprechend kennen mich meine Kinder seit der Freibadesaison 2025 und danach auch im Hallenbad nur noch im Badestring, was sie nie irgendwie negativ wahrgenommen haben. Im Freibad sind mir auch andere Nachbarn und Arbeitskollegen inzwischen begegnet, das war auch allenfalls für mich anfangs aufregend, aber inzwischen kein Grund mehr, mich irgendwie zu verstecken. Ich bin auch im Verein unter anderem als Kindertrainer unterwegs, da waren auch schon im Freibad Begegnungen mit Kindern, die ich trainiere - auch das vollkommen undramatisch, kein Thema wegen des Badestrings, den ich dann natürlich auch getragen habe.
Ich denke, es kommt viel darauf an, welche Art von String man trägt (eben eigentlich nur reguläre Badestrings und auch "normale" Wäschestrings) und wie man sich dabei verhält oder was man durch das String-Tragen bezweckt. Will man Aufmerksamkeit, will man provozieren, trägt man extra knappe Modelle, um irgendetwas zu beweisen oder zu erreichen? Also ich sehe das eher nur von der praktischen Seite: Modelle, in denen ich mich wohl fühle, nicht zu knapp dabei, damit ich auch in der Öffentlichkeit vielleicht schrullig, aber dennoch stilvoll und nicht aufdringlich oder provokant wahrgenommen werde. Maßstab dabei ist für mich, ob ich mich in einem Frei- oder Hallenbad auch ohne Scheu überall hinwage, wo ich wegen meiner Kinder hingehen muss: Nichtschwimmerbecken, Sandkasten, Schaukelbereich, Seilbahn, wo andere Kinder ebenso anstehen, Toilette, all das muss für mich zugänglich bleiben, ohne dass ich mich umziehen oder etwas drüberziehen muss.
Aber nochmal zum Thema Kinder und Familie. Meine Kinder haben keine Anzeichen von irgendwelchen Schäden durch meine Präferenz für String-Tragen, sowohl als Wäsche als auch als Bademode. Bisher haben sie auch noch nicht danach gefragt, ob sie selbst Badestrings tragen könnten, aber das fände ich für ihr Alter auch zu seltsam und würde ich zunächst nicht unterstützen. Da wäre mir allerdings zu gefährlich, dass sie deswegen gemobbt werden könnten von ihren Altersgenossen, die das gar nicht einordnen könnten. Allerdings will ich durch meinen offenen Umgang und auch mein Verhalten, meiner Präferenz für Strings als Unterwäsche und Bademode zu folgen, für sie erlebbar machen, wie man Freiheiten eben auch nutzen kann, auch entgegen des Mainstreams, dem die meisten aus Bequemlichkeit folgen, aber dabei eben ihre eigenen Wünsche, Träume und Bedürfnisse vernachlässigen oder sogar dagegen handeln.
Zusammenfassend könnte ich sagen: Man sollte immer das tun, was man eigentlich will, wenn es im Rahmen der Legalität bleibt, selbst wenn es ungewöhnlich ist. Und als Mann einen Badestring zu tragen ist und bleibt bisher ungewöhnlich, vielleicht sogar außergewöhnlich. Was andere darüber denken, sollte egal sein. Und die Familie eigentlich auch, die aber dabei eher sich bewähren würde, wenn sie eine ermutigende und unterstützende Rolle spielt. Wenn sie letzteres nicht tut, sollte sie wenigstens von einer Verurteilung absehen und Toleranz erkennbar machen. Wenn letzteres nicht möglich ist, wird zumindest erkennbar, dass alle viel dazu lernen können. Ich hätte Stand heute absolut keine Scheu davor, wenn es möglich wäre, mit meinen Eltern im Badestring ein Freibad oder Hallenbad zu besuchen, eben weil ich zu dem stehe, was ich will, und mich von dem gelöst habe, was vielleicht meine Eltern gemeint haben, wie ich mich aus ihrer Sicht verhalten sollte, auch wenn ich meine Eltern auch vor ihrem Ableben geehrt habe für alles, was sie sind bzw. waren und entsprechend für mich getan haben.
Entsprechend jetzt noch mal meine Quintessenz: Stringen mit Familie: absolut ja, wenn man denn Stringen will, denn das hängt nicht mehr an äußeren Faktoren. Und wenn es an äußeren Faktoren hängt, dass man sich nicht innerhalb eines eigentlich legalen Rahmens ausleben kann, wie man eigentlich will, deutet dies auf ein ganz anderes Problem hin, dass es zu lösen gilt, für jeden einzelnen. Und das sollte dann auch angegangen und gelöst werden, für die psychische Gesundheit aller Beteiligten.